Außer von den - in welcher Art und Weise auch immer -
involvierten Fachleuten werden Drehbücher sehr selten
gelesen.
Das ist nicht weiter schlimm, denn jedes Drehbuch ist mehr
oder weniger ein Halbprodukt, das erst so richtig lebendig
wird durch seine filmische Realisierung. Allerdings kann man
auch, wenn man ein Drehbuch liest, die Imagination eines
gleichsam eigenen Films entstehen lassen. Man kann auch
überlegen, was man unter diesem Gesichtspunkt an dem
Drehbuch anders machen würde. Das ist dann auf jeden
Fall eine kreative Auseinandersetzung mit der Materie und
insofern eine sehr lebendige Angelegenheit.
Und genau das ist Sinn und Zweck dieses Werkstattbuches.
Den interessierten und prädestinierten Leser in den Entstehungs-
prozess hineinschauen und dabei mitdenken, an der Werkstatt
teilhaben lassen.
Das Drehbuch ist in den meisten Fällen die Basis eines Spielfilms.
Auf dieser Grundlage können die anderen gestalterischen Kräfte
ihre Phantasien entwickeln - wie, das beschreibt der Autor
Torsten Schulz in diesem Band der neuen Schriftenreihe:
Werkstattberichte der HFF 'Konrad Wolf'.
Aus dem Inhalt:
Matti Geschonneck Berliner Heimatgeschichte Vorwort
Lothar Holler Im vertrauten Labyrinth der Möglichkeiten Vorwort
Drehbuch 'Boxhagener Platz' (Drehfassung)
Filmfotos
Torsten Schulz Notate zum Drehbuch
Nicole Armbruster im Gespräch mit Torsten Schulz Vom Roman zum Drehbuch zum Film
Stab- und Castliste
Danksagung
Der Autor:
Torsten Schulz ist Autor preisgekrönter Spielfilme, Regisseur
von Dokumentarfilmen und seit 2002 Professor für Praktische
Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen
'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg.
2004 erschien sein Debütroman 'Boxhagener Platz', dessen Hörspielfassung diverse Auszeichnungen erhielt, 2008 sein
Erzählungsband 'Revolution und Filzläuse'.
Er lehrte und lehrt im In- und Ausland und ist ebenfalls als
Herausgeber und Dramaturg tätig.