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Demografie und Filmwirtschaft
Studie zum demografischen Wandel und seinen Auswirkungen auf Kinopublikum und Filminhalte in Deutschland
Demografie und Filmwirtschaft Klaus Keil, Felicitas Milke,
Dagmar Hoffmann,
Martina Schuegraf und Marcus Zoll
Schriftenreihe des
Erich Pommer Instituts zu
Medienwirtschaft und Medienrecht
EPI-Band 1
152 Seiten, 30 Abb./Tab.
DIN A5, 2006

ISBN 3-89158-444-X
ISBN 978-3-89158-444-6

EURO 20,- (D)

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'Ich mache mir lieber ein schönes Leben, als zu sparen' unter diesem
Motto kann man das mittlerweile dramatisch veränderte Konsum-
verhalten der so genannten Best Ager zusammenfassen.
Mit einer jährlichen Kaufkraft von geschätzten 90 Mrd. Euro bestimmt
inzwischen eine Gruppe von über 30 Millionen Deutschen, die 50 Jahre
und älter sind, den Markt. Im Jahre 2030 wird laut Statistischem
Bundesamt der Anteil von über 60-Jährigen doppelt so hoch sein wie
der Anteil der unter 20-Jährigen.
Auch die Filmwirtschaft bekommt diese demografischen Verände-
rungen zu spüren und muss darauf reagieren.
Die Studie des Erich Pommer Instituts untersucht erstmalig das
Kinoverhalten dieser Zielgruppe, stellt Fakten des allgemeinen
Forschungsstandes zu dieser Altersgruppe vor und bündelt die
Meinungen und Erfahrungen von Experten.
Die entscheidende Frage, die die Studie stellt, lautet: Wie kann
man diese bisher vernachlässigte Zielgruppe für Kino interessieren?
Untersucht wurden hierzu Vorlieben, Abneigungen, Interessen,
Gewohnheiten und Bedürfnisse der Best Ager.
Anhand der vorliegenden Ergebnisse lassen sich Themen und
Inhalte aber auch Strategien für deren Umsetzung und Möglichkeiten
für eine zielgerichtete Kommunikation ableiten.
Nicht zuletzt nimmt die Studie auch die Filmtheater selbst in den Blick:
Architektur, Stil, Atmosphäre, Service, Personal und Innenausstattung.
'Die Studie hat der Filmwirtschaft nicht nur ein exaktes Kunden-
profil geliefert, sondern gibt auch Tipps, wie man es so geschickt
bedient, dass die Best Ager künftig in noch größeren Scharen ins
Kino strömen.'

DIE ZEIT vom 27.07.2006

Aus dem Inhalt:

Einleitung

Methodik, Design, Vorgehensweise

Darstellung des Forschungsstandes zur
demografischen Entwicklung
Allgemeine Entwicklungen der Altersstruktur in Deutschland
'Die Alten' gibt es nicht
Einkommens- und Vermögensverhältnisse
Lebens- und Konsumeinstellungen älterer Zielgruppen
Freizeitverhalten und Mediennutzung älterer Zielgruppen
Bedürfnisse und Emotionen eines älteren Publikums

Anwendung auf die Filmwirtschaft
Aktuelle Kinonutzung: Statistiken und Analysen
Erkenntnisse aus der Filmwirkungsforschung
Präferenzen einer älteren Zielgruppe bei Themenwahl,
Inhalt und filmischer Umsetzung von Content-Angeboten
Präsentation von Filmen
Ansprüche an Architektur und Einrichtung von Kinos bei
einer veränderten Zielgruppe
Besonderheiten und Strategien der Werbung für eine
ältere Zielgruppe
Kurzer Vergleich: Zu den Entwicklungen in anderen Ländern

Fazit, Empfehlungen, Ausblick

Anhang:
Fragenkatalog des Erich Pommer Instituts zur Studie
Interviewpartner
Fragenkatalog für die Gruppendiskussionen
FORSA-Befragung 2006 (Auftraggeber: HFF Potsdam-Babelsberg)
Best Ager Hitlisten (2000-2005) aus den FFA-Top 50 Filmen
Literatur- und Abbildungsverzeichnis

Der Herausgeber / Die Autoren:

Das Erich Pommer Institut:
Praxisorientierte Forschung, universitäre Lehre, branchenspezifische
Weiterbildung und medienspezifische Beratung sind die Aufgaben-
felder des Erich Pommer Instituts.
Das Themenspektrum reicht von medienrechtlichen Problemstellungen,
z. B. des Urheber- oder Lizenzrechts, über medienwirtschaftliche
Fragen, z.B. zur Filmfinanzierung oder des TV-Formathandels, bis zu
praktischen und politischen Aspekten der Medienkonvergenz.
Die akademische Grundlage gewährleisten zwei Stiftungsprofessuren
in Kooperation mit der Universität Potsdam und der Hochschule für
Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' (HFF) in Potsdam-Babelsberg.
Direktoren des Instituts sind Prof. Dr. Oliver Castendyk und
Prof. Klaus Keil. Castendyk lehrt Öffentliches und Privates Medien-
recht an der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam.
Keil ist Professor für Interdisziplinäre Filmwirtschaft an der HFF.
Gegründet wurde das Erich Pommer Institut 1998 als unabhängige
gemeinnützige GmbH in Potsdam-Babelsberg.
Alleinige Gesellschafterin ist die AGICOA Urheberrechtsschutz GmbH,
eine internationale Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernseh-
produzenten.
Der Namensgeber des Instituts, Erich Pommer (1889-1966), war
eine der bedeutendsten Produzentenpersönlichkeiten des frühen
20. Jahrhunderts.
Seine Produktionen, wie 'Das Kabinett des Dr. Caligari' (1920),
'Metropolis' (1927) oder 'Der Blaue Engel' (1930), sind weltberühmt
und gelten bis heute als große Filmklassiker.

Die Autoren:

Professor Klaus Keil leitet als Direktor des Erich Pommer
Instituts den Bereich Medienwirtschaft.
Nach dem Aufbau des Studienganges Produktion und Medien-
wirtschaft der Hochschule für Film und Fernsehen München und
zehnjähriger Tätigkeit als Intendant des Filmboard Berlin-
Brandenburg lehrt er nun an der Hochschule für Film und Fernsehen
'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg Interdisziplinäre Filmwirtschaft.
Er ist Geschäftsführer von Xen.on Campus Television, Kuratoriums-
mitglied der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und des
Filmfestivals Cottbus sowie Gründungsvorstand des Bundesverbandes
Produktion.

Felicitas C. Milke ist Diplom Film- und Fernsehwissen-
schaftlerin.
Sie arbeitet derzeit an der Hochschule für Film und Fernsehen
'Konrad Wolf' Potsdam-Babelsberg, im Rahmen der Organisation
des Deutschen Drehbuch- und Innovationspreises sowie des
Deutschen Kurzfilmpreises 2006. Außerdem ist sie als freie Film-
und TV-Produzentin in Berlin tätig.

Dr. Dagmar Hoffmann ist Soziologin und Medienwissen-
schaftlerin, arbeitet als wissenschaftliche Assistentin im Studiengang
Audiovisuelle Medienwissenschaft an der Hochschule für Film und
Fernsehen 'Konrad Wolf' Potsdam-Babelsberg und ist Forschungs-
beauftragte des Präsidenten der HFF.
Arbeitsschwerpunkte: Mediensoziologie und -forschung, Soziali-
sationstheorie und -forschung.

Martina Schuegraf ist Diplom Pädagogin und Musikwissen-
schaftlerin. Sie arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin
am Erich Pommer Institut und als wissenschaftliche Assistentin im
Studiengang Audiovisuelle Medienwissenschaften an der Hochschule
für Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' Potsdam-Babelsberg.
Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Medien- und Sozialforschung,
Fernseh- und Internetforschung, Popkulturelle Phänomene.

Marcus Zoll ist Diplom Kommunikationswirt, arbeitete von
2002 bis 2003 als Marktforscher bei der Filmförderungsanstalt
(FFA) in Berlin.
Seit 2005 ist er als Markt- und Medienforscher beim Mitteldeutschen
Rundfunk in Leipzig tätig.
Arbeitsschwerpunkte: Fernseh- und Kinoforschung.