Mit dem im September 2008 in Kraft getretenen 10. Rundfunk-
änderungsstaatsvertrag wurde die Struktur der Aufsicht über den
privaten Rundfunk in Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft
der Landesmedienanstalten (ALM) neu geordnet.
Vor allem durch die Gründung der Kommission für Zulassung und
Aufsicht (ZAK) erfolgte eine Verschiebung von Aufgaben der
Landesmedienanstalten an bundesweit tätige Organe.
In diesem Zusammenhang stellt das vorliegende Gutachten die
Frage nach der zukünftigen Rolle der pluralen Gremien der Landes-
medienanstalten.
Den theoretischen Hintergrund bildet die Governance-Perspektive.
Governance ist als eine wissenschaftlich-analytische Perspektive zu
verstehen, eine neue 'Brille', welche sich die Wissenschaft aufsetzt,
um bestimmte Veränderungen in der Gesellschaft oder hier im
Bereich der Medienpolitik besser erfassen, in Worte fassen und
erklären zu können.
Aus dem Inhalt:
Dr. Hartmut Richter, Vorsitzender der Gremienkonferenz
der Landesmedienanstalten
Einleitung
Grundlagen der Governance-Perspektive
Die duale Rundfunkordnung in Deutschland
in der Governance-Struktur: Die horizontale / die vertikale und die diagonale Perspektive
Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen
Literaturverzeichnis
Anhang: Gesetzestexte
Der Autor:
Patrick Donges, Dr. phil., ist Professor für Kommuni-
kationswissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
Forschungsschwerpunkte sind: Politische Kommunikation,
Organisationskommunikation, Medienstrukturen und Medienpolitik
sowie Theorien der Kommunikationswissenschaft