Eine Untersuchung zur
Entwicklung des Genres
und der Gattungsästhetik
geschichtlicher Darstellungen
im Fernsehen 1995 bis 2003
Schriftenreihe Medienforschung der
LfM Landesanstalt für Medien
Nordrhein-Westfalen (Hrsg.)
Band 54
Edgar Lersch und Reinhold Viehoff
344 S., 119 Abb./Tab., DIN A5, 2007
Geschichtssendungen haben eine lange Tradition im deutschen
Fernsehen, die sich in den letzten Jahren durch die Digitalisierung
des Mediums weiterentwickeln konnte.
Das hat zunehmend zu Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt.
Dabei spielt die Sorge mit, Geschichtssendungen könnten die
'Gefälligkeit' der medialen Inszenierung höher bewerten als die
'Richtigkeit' historischer Darstellungen.
Vor diesem Spannungsfeld, das sich zwischen Ansprüchen der
Historiographie und Ansprüchen eines unterhaltenden Massen-
mediums aufbaut, gibt diese Studie einen Überblick über die
quantitative Breite und ästhetische Vielfalt von historischen
Beiträgen im Fernsehen. Die oft einseitig als Auflösung oder
Aufweichung bewertete Entwicklung des Genres wird durch die
Ergebnisse dieser Studie nicht bestätigt.
Aus dem Inhalt:
Vorwort
Die Ziele des Projektes: Der historiographische Kontext
Der diskursive Kontext: Geschichte, Erinnerungskultur, Medien
Der mediale Kontext: Veränderungen des Fernsehens Der ästhetische und der historische Kontext
Der historiographische und erkenntnistheoretische Kontext
Methodische Orientierungen und methodisches Vorgehen Operationalisierung
Methodischer Ansatz
Systematik der Programmbeobachtung - Bestimmung der
Untersuchungskorpora
Datenaufbereitung und Datenanalyse
Darstellung der Ergebnisse Quantitativ orientierte Auswertungen und Ergebnisse
Qualitative Auswertung und Ergebnisse
Interpretationen der Ergebnisse und Diskussionen
Die Rolle der Akteure
Was ist eine gute Darstellung historischer Ereignisse im Fernsehen -
für wen, wann, in welcher historischen Situation und für welches
Leitmotiv ?