Der Band 22 der Schriftenreihe der SLM beinhaltet zwei Unter-
suchungen und führt diese - reich bebildert - zu einem Ganzen
zusammen.
Zum einen wird dargestellt, auf welche Weise in sächsischen
Haushalten Hörfunk- und Fernsehangebote empfangen und genutzt
werden und wie sich dieses Nutzungsverhalten über die letzten Jahre
hinweg verändert hat.
Zum anderen befasst sich die Untersuchung mit dem Übergang von
der analogen zur digitalen Kommunikation und speziell den damit
einhergehenden Veränderungen in der Wahrnehmung und Nutzung
lokaler und regionaler Programmangebote.
Die Studie leitet aus den jeweiligen Ergebnissen Lösungsansätze
für die Gestaltung von publizistisch wie wirtschaftlich tragfähigen
lokalen und regionalen Informationsportalen im Internet her.
Die Ergebnisse machen deutich, dass die zunehmende Bedeutung
des Internets als Informations- und Kommunikationsmedium von
den Veranstaltern lokaler und regionaler Programme neue Veran-
staltungskonzepte erfordern, um auch künftig mit ihren Angeboten
von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.
Aus dem Inhalt:
Dr. Uwe Grüning, Präsident des Medienrates der SLM
Vorwort
Prof. Klaus Liepelt Vorbemerkung
Mit Lokal 2.0 zur Mikrovision
Ortsnahe Kommunikation:
Zwischen Wiederholungsschleife und Web 2.0 Sachsens Lokalfernsehen: Breite Bilderbögen auf engem Raum
Digitale Innovation: Programmsysteme im Umbruch
Kleine Märkte: Kommunikationsstile im Wandel
Vorausgeblickt: Digitalisierung auf breiter Front
Kommunikationsplattform Haushalt:
Versorgung auf hohem Niveau Sachsen 2009: Bestandsaufnahme der Versorgungslage
Versorgungsvielfalt bei Vielen
Das Web zuhause: Triebkräfte und Hindernisse
Digitalisierung der Kommunikationswege: Asynchroner Verlauf
Der persönliche Computer:
Initialzünder der digitalen Revolution Computernutzung: Aktuelle Bestandsaufnahme
Computernutzung: Hindernisse
Rechnerdienste im Haushalt
Das Internet:
Zentralmarkt der digitalen Welt Aktueller Stand der Internetnutzung
Modalitäten der Nutzung
Art und Intensität der Nutzung
Cyberfunk: Fernsehen und Radio mittels Internet
Verbindungswege: Zwischen Telefon und Triple Play
Kraftzentrum:
Avantgarden machen mobil Steckbrief: Die Vorreiter im Cyberspace
Mobilmacher: Tonangebend für den digitalen Alltag
Nutzungsmuster: Digital von früh bis spät
Umfeld: Im virtuellen Raum unterwegs
Lokale Plattform: Aktivitäten vor Ort
Mikrokosmos:
Wo die Peripherie zum Zentrum wird Ortsnahes Fernsehen im Netz: Für und Wider
Kommunikation auf kurzen Wegen
Partikulare Informationsversorgung
Publikum im Umbruch
Früherkennung: Ansätze zum Hürdenlauf
Mikrovision:
Lokale Plattformen vor Ort Lösungsmodell: Erste Hilfe für Diskrepanzen
Mitspieler: Zusammenbringen, was nicht zusammenpasst
Alternative Plattform: Interessen zu Kanälen bündeln
Anhang:
Abbildungs- / Quellenverzeichnis
Methodensteckbrief der MRD-Erhebung 2009
Verzeichnis von Abkürzungen und Fachausdrücken
Der Autor:
Prof. Klaus Liepelt M.A. lehrt und forscht seit 1997 an der
Hochschule Mittweida.
Geboren 1931 in Halle (Saale), 1949 Abitur in Bitterfeld,
1949 - 1954 Studium Geschichte, Germanistik, Politische
Soziologie an der Freien Universität Berlin, Georg-August-
Universität Göttingen, University of Michigan, Ann Arbor USA
(Fulbright); 1954 M.A. Political Science. 1954 - 1956
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Sozialforschung
Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1957 - 1958 Leiter der
Bundestagswahlstudie 1957 DIVO-Institut. 1958 - 1995
Mitbegründer und Geschäftsführer Institut für angewandte
Sozialwissenschaft GmbH (infas) Bonn- Bad Godesberg.
Wissenschaftliche Veröffentlichungen in empirischer Politik-
und Medienforschung.
Seit 1997 Honorarprofessor für empirische Medien- und
Sozialforschung Hochschule Mittweida; Schwerpunkt:
Analyse von sozialen Netzwerken. Mitbebründer der
interdisziplinären Mittweida CommuniCy für Netzwerke
und Komplexität.