Detailliert und facettenreich werden grundlegende Aspekte der
Medienpolitik der Nachkriegszeit und das Verhältnis von Presse
und Rundfunk zum Staat beleuchtet.
Über die Medienpolitik hinaus vermittelt der Autor interessante
Einblicke in die Konstituierung des Staatswesens nach dem
Zweiten Weltkrieg.
Unter Heranziehung kommunikationswissenschaftlich relevanter,
aber bislang noch nicht ausgewerteter Quellen des CDU-Archivs, werden die Medienordnungsentwürfe - vor allem in ihrer unitarischen Ausprägung – skizziert, wie sie der Partei damals mehr oder weniger vorschwebten, so dass ein plastisches Bild der Medienpolitik jener
Zeit entsteht.
Das Resultat der Untersuchung bleibt keineswegs nur im Historischen verhaftet, sondern zeigt auch Reflektionsmöglichkeiten für die heutige Medienpolitik auf.
Aus dem Inhalt:
Geleitwort von Prof. Dieter Weirich
Einleitung Fragestellung und Aktualität des Problems
Begriffserklärung: Unitarismus und Föderalismus in der
politik- und kommunikationswissenschaftlichen Diskussion
Unitarismus, Föderalismus, Bundesstaat und die Position
der CDU
Unitarische Medienordnung als medienpolitisches Konzept
Probleme der Medienpolitik im Spannungsfeld zwischen
Kommunikationsfreiheit und staatlicher Aufgabenwahrnehmung
Analyse der CDU-Medienpolitik: Arbeitsansatz, Methode
und Gliederung
Literaturlage/Quellenlage
Unitarismus und Föderalismus als Ordnungsalternativen
massenmedialer Kommunikation Bedingungsfaktor föderaler und unitarischer Medienorganisation
Föderale Medienordnung in Deutschland: Grundzüge und aktuelle Probleme
Grundzüge und Probleme unitarischer Medienordnungen
Zum Verhältnis von Medienordnung, Bundesstaat und
Parteien Medienordnung und bundesstaatliche Interessen
Medienordnung und Probleme der Interessenwahrnehmung
durch politische Parteien
Zur Rolle der Medienpolitik in der Bundes-CDU Der Stellenwert der Medienpolitik im politischen Themenkatalog der Partei
Die Rolle der Medienpolitik in Gremien, Organen und Programmen der Partei
Die Kommunikationssituation des Bundes als Ansatzpunkt medienpolitischer Initiativen der CDU-Bundespartei
Die Einwirkung der Bundes-CDU auf die
Medienordnung in der Bundesrepublik Deutschland Die Haltung in der Frage der Medienregelungskompetenz
Funktionserwartungen an den Bundesstaat als Akteur der
Medienpolitik
Die Einwirkung auf die äußere Ordnung des Mediensystems:
nationaler Kommunikationsraum als Organisationsprinzip
Ordnungsvorstellungen zur inneren Medienorganisation
Die politische Einwirkung auf die Entwicklung der Mediennormen
Fazit: Medienföderalismus und Verhältnis Staat – Medien Föderalismusorientierte CDU-Medienpolitik als Resultat
unitarischer Ordnungsversuche
Nachwort: Paradigmenwechsel im Verhältnis Staat – Medien ?
Anhang Literaturverzeichnis
Register
Der Autor Dr. phil. Robert Grünewald, Studium Publizistik, Politikwissenschaft und
Englische Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.
Zur Zeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin.