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Verhandelte Politik
Informale Elemente in der Medienpolitik
Verhandelte Politik Meike Isenberg
260 Seiten, 9 Abb., DIN A5, 2007

ISBN 978-3-89158-465-1

EURO 19,- (D)

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Die Presse spricht von Seilschaften, Kommissionitis oder Klüngel-
runden, in der Wissenschaft firmiert die Diskussion unter den
Schlagworten Entparlamentarisierung und Auswanderung der
Politik aus den Verfassungsinstitutionen.
Gemeint sind die Formen und Strukturen im politischen Prozess,
die in keinem Gesetz und in keiner Geschäftsordnung verankert
sind – und doch in politische Entscheidungen münden und ein
beachtlicher Bestandteil von politischer Praxis und Verfassungs-
wirklichkeit sind.
Ungeklärt blieb bisher das 'Innenleben' von Informalität: Wie
legitimiert sich Informalität und was unterscheidet sie von Kungelei?
Welche Funktionen erfüllen informale Elemente im Vergleich zu
formalen? Warum bedienen sich staatliche und außerstaatliche
Akteure informaler Instrumente? Welche Vorzüge und problema-
tischen Aspekte sind damit verbunden?
Die vorliegende interdisziplinäre Untersuchung leistet einen ersten
Beitrag zur Systematisierung von Informalität und konzentriert sich
dabei auf das Politikfeld Medienpolitik, das durch eine hohe Inno-
vationsdynamik und einen hohen Grad an politischen Verflechtungen
mit gesellschaftlichen Interessen gekennzeichnet ist.
Befragt werden jene Akteure, die an der Formulierung und Um-
setzung medienpolitischer Ziele beteiligt sind. Dabei wird anhand
dieser Systematisierung das Phänomen Informalität begreifbar
gemacht und dessen Funktion für moderne Politikgestaltung
sowie für gegenwärtige politikwissenschaftliche Konzepte ein-
geordnet.

Aus dem Inhalt:

Problemaufriss und Untersuchungsrahmen
Themenbegründung und Fragestellungen
Aufbau der Arbeit - Methodisches Vorgehen

Begriffsklärung und theoretischer Rahmen
Der Begriff des Informalen
Formen und Strukturen informaler Politik
Ursachen, Funktionen und Folgen informaler Politik
Formulierung von Hypothesen

Medienpolitik in Nordrhein-Westfalen
Zum Begriff Medienpolitik und zur Abgrenzung des Politikfelds Medienpolitik
Medienpolitik im „Medienland Nr. 1“ Nordrhein-Westfalen:
Ein historischer Abriss
Medienpolitische Akteure in NRW und ihre grundlegenden
medienpolitischen Standpunkte

Informale Politik in der medienpolitischen Praxis in
Nordrhein-Westfalen

Organisation und Instrumente informaler Medienpolitik
Informale Politik als Option – Zusammenfassung und Einordnung
der Ergebnisse

Informale Politik im Kontext Governance
Governance – Exkurs zur Begriffsverwendung
Korrespondenz exemplarischer Konzeptvarianten und Informalität

Fazit und Ausblick

Literatur

Abbildungs-/Abkürzungsverzeichnis