Studie im Auftrag der LFK
Landesanstalt für Kommunikation
Baden-Württemberg (Hrsg.)
Boris Alexander Kühnle und
Martin Gläser
unter Mitarbeit von Satu Walla
176 Seiten, 32 Abb./Tab.,
DIN A5, 2011
Kaum ein Begriff hat die rundfunkökonomischen Diskussionen
der jüngsten Vergangenheit so sehr geprägt wie Public Value.
Doch wie lässt sich Public Value messen?
Diese Studie, in Auftrag gegeben von der LFK, legt ein integratives
Konzept zur Operationalisierung vor:
Public Value wird mit Hilfe von 19 Indikatoren in den drei Dimensionen:
Vielfalt (publizistischer Wertbeitrag), Identität (gesellschaftlicher Wert-
beitrag) sowie Wertschöpfung (wirtschaftlicher Wertbeitrag) bestimmt.
Neben rein publizistischen Aspekten des Wertbeitrags werden somit
auch wirtschaftliche Komponenten beachtet.
Am Beispiel von drei regionalen TV-Veranstaltern in Baden-
Württemberg (RNF, TV Südbaden und Regio TV Schwaben) findet das
Messmodell Anwendung. Hier zeigen die Ergebnisse klar: Private
regionale TV-Veranstalter schaffen Public Value.
Die Studie liefert damit einen in der Praxis erprobten, vollständigen,
mehrdimensionalen und jederzeit einsetzbaren Werkzeugkasten, um
den Public Value von regionalen TV-Veranstaltern zu ermitteln.
So dient das von den Autoren entwickelte Konzept den Aufgaben-
stellungen der Landesmedienanstalten in Vergabeverfahren und
Aufsichtsfunktionen, hilft den regionalen TV-Veranstaltern im Sinne
eines Selbst-Monitoring und der Medienpolitik im Hinblick auf Rahmen-
setzungen und Förderprogramme.
Aus dem Inhalt:
Thomas Langheinrich, Präsident der LFK
Vorwort
Prof. Dr. Boris Alexander Kühnle und
Prof. Dr. Martin Gläser Einleitung
Wesentliche Eckdaten und Ergebnisse der Studie
Verständnis und Messkonzept: Public Value als dreidimensionales
Konstrukt
Zentrales Ergebnis: Private regionale TV-Veranstalter schaffen
Public Value
Einzelbefunde zum publizistischen Wertbeitrag: Vielfalt
Einzelbefunde zum gesellschaftlichen Wertbeitrag: Identität
Einzelbefunde zum wirtschaftlichen Wertbeitrag: Wertschöpfung
Handlungsempfehlungen für: LFK, regionale TV-Veranstalter
und Medienpolitik
Konzeptionelle Grundlagen
Ziele der Studie: Qualifizierung von Public Value im Kontext
regionaler TV-Veranstalter - Entwicklung eines Messkonzepts für
Public Value - Messung des Beitrages privater regionaler TV-Angebote
zum Public Value
Untersuchungsgegenstand: Public Value - Konzeptioneller
Ansatz der Studie - Private regionale TV-Veranstalter
Methodisches Konzept: Wissenschaftstheoretische
Perspektiven der Messung von Public Value - Multiperspektivischer
Ansatz und forschungstheoretische Verortung - Konzeption und
Anwendung des Messinstrumentariums im Überblick
Prof. Dr. Boris Alexander Kühnle ist Professor für Medien-
wirtschaft und Finanzmanagement in TIME-Märkten sowie Studien-
dekan Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien (HdM) in
Stuttgart.
Zuvor war er in verschiedenen kaufmännischen und Management-
Positionen für die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck tätig.
Seine berufliche Laufbahn begann Kühnle als Redakteur in einem
Zeitungshaus. Promoviert wurde er mit einer Arbeit über interna-
tionales Medienmanagement.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Themen Controlling,
Steuerung und Innovation von Medienprodukten und Medien-
unternehmen.
Prof. Dr. Martin Gläser ist Professor i.R. an der Hochschule der
Medien (HdM) in Stuttgart und Gründer des dortigen Studiengangs
Medienwirtschaft.
Sein Werdegang: Studium und Promotion an der Universität
Mannheim, danach war er beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart
(heute SWR) Referent in der Verwaltungsdirektion, Abteilungsleiter
Programmwirtschaft Hörfunk und (in Personalunion) Kaufmännischer
Geschäftsführer der Schwetzinger Festspiele GmbH.
Seine besonderen Interessen gelten den Themen Medienmanagement,
Medienökonomie, Controlling und Projektmanagement.
Gläser ist Autor zahlreicher medienwirtschaftlicher Schriften und
Mitherausgeber der Fachzeitschrift MedienWirtschaft.