Dieser Band in der Schriftenreihe der SLM ist zugleich der
Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes
'Digitale Vernetzung von Lokal-TV'.
Es war vor fünf Jahren ein kühnes Vorhaben der Veranstalter
von lokalem und regionalem Fernsehen in Sachsen, einen
Programmaustausch und die Bedienung der zahlreichen Kopf-
stellen in den Kabelnetzen via Satellit aufzubauen.
Die SLM hat dieses Projekt, das heute auf eigenen Beinen steht,
vier Jahre lang degressiv gefördert und wissenschaftlich
begleiten lassen.
So wurden alle Anfangsschritte ebenso dokumentiert und
bewertet wie die stabilisierenden Phasen, die technischen
Schwierigkeiten, die langsam wachsenden Erfolge bei der
Programmplattform und die zunehmende Akzeptanz des
Projektes bei den Fernsehveranstaltern.
Nicht alle Projektträume erfüllten sich, doch entstand die nicht
hoch genug einzuschätzende Plattform für den kommerziell
gestalteten Austausch von Fernsehbeiträgen.
Der Bericht geht auf alle notwendigen Details dieses Projektes
realistisch ein, analysiert dessen Umsetzung, stellt die Daten
zusammen und bewertet die Ergebnisse.
Nutzerinterviews reflektieren alltagsnah Erfahrungen mit den
neuen Wegen der Zusammenarbeit. Vorgestellt werden auch
ähnliche Projekte in anderen Bundesländern und die Unterschiede
zum sächsischen Modell.
Die Handlungsempfehlungen richten sich an die Teilnehmer
des Projektes ebenso wie an solche Fernsehveranstalter, die sich
künftig effizient und erfolgreich vernetzen wollen.
Aus dem Inhalt:
Prof. Kurt-Ulrich Mayer Vorwort
Mike Bielagk Einleitung
Einführung und Hintergrund
Ziele des Projektes
Zeitlicher Ablauf und Methode Analyse der Logfile-Daten - Qualitative Tiefeninterviews - Schriftliche
Befragung mit quantitativer Auswertung - Hintergrundgespräche -
Gesprächspartner im Projektverlauf
Generelle Entwicklung der Vernetzung Veranstaltervernetzung - Einbindung der Werbevermarktung über
die SRF-Media - Kopfstellenvernetzung
Nutzungsentwicklung auf Basis der Logfiles Entwicklung der Gesamtnutzung - Entwicklung der Nutzung nach
Veranstaltern - Nutzung nach Formaten - Gemeinschaftsformate -
Abrechnungssystematik - Zusammenfassung
Quantitative Nutzerbefragung Ergebnisse der schriftlichen Befragungen 2006/2008/2009 -
Kopfstellenvernetzung - Zusammenfassung der Befragungs-
ergebnisse aus Nutzersicht
Entwicklung des Projektes aus Nutzersicht: Qualitative Nutzer-
befragung Technische Probleme bei der Programmbörse - Einbindung
in die Programmerstellung - Erweiterung des Programmangebots -
Einschätzung der Kostensituation innerhalb des Projekts -
Problem des Lokalbezugs - Qualitäts- und Formatdifferenzen -
Bedeutung der Veranstaltervernetzung für die Werbung -
Einschätzung der Abrechnungsfunktion - Auswirkungen der
Landkreisreform - Zusammenfassung: Entwicklung und Perspek-
tiven der Veranstalter- und Kopfstellenvernetzung aus Sicht der
Nutzer
Andere Vernetzungsprojekte im Vergleich zu Sachsen Vernetzungsprojekt Brandenburg - Vernetzungsprojekt Thüringen -
Zusammenfassung: Unterschiede zum sächsischen Vernetzungs-
projekt
Ausblick: Lokal-TV im Kontext der Digitalisierung
Fazit und Handlungsempfehlungen
Abbildungs- / Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis
Die Autoren
Dr. Klaus Goldhammer - Jahrgang 1967 – gründete 1998 die
Goldmedia GmbH Media Consulting & Research in Berlin; im Jahr 2004
die Goldmedia Sales & Services GmbH und 2007 die Goldmedia
Custom Research GmbH.
Von 2004 bis 2007 war Klaus Goldhammer Gastprofessor an der
Freien Universität Berlin für Ökonomie und Massenkommunikation.
Zuvor nahm er Lehraufträge an verschiedenen Universitäten wahr,
2003 bis 2004 zusätzlich eine Professur für Medienwirtschaft an der
Rheinischen Fachhochschule in Köln.
Bis 1999 war Klaus Goldhammer Managing Editor des European
Communication Councils (ECC). Zuvor arbeitete er ein Jahr als
Berater bei Kohtes & Klewes und promovierte an der Freien
Universität Berlin.
Er studierte in Berlin und London Publizistik und BWL. Während des
Studiums war er mehrere Jahre als Medien-Journalist u.a. beim
Berliner Tagesspiegel tätig.
Dr. Michael Schmid - Jahrgang 1977 – ist seit 2003 Consultant
bei Goldmedia mit den Schwerpunkten Kommunikationsinfrastrukturen
(inkl. Frequenznutzung, Kabel, Satellit, Telekommunikation und
Breitband), Breitbandentwicklung sowie digitaler Rundfunk;
seit 2008 ist er Senior Consultant.
Michael Schmid beriet führende Telekommunikationsunternehmen
bei der Strategieentwicklung für neue medienbasierte Plattformen.
Darüber hinaus leitete er für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
und für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
verschiedene Analysen zur Strategieentwicklung im Bereich Rund-
funkfrequenzen.
Michael Schmid ist Autor diverser Goldmedia-Studien.
Vor seinem Eintritt war er von 2000-2003 als Journalist in Berlin,
u.a. bei den Hörfunksendern Radio Eins und 94,3 r.s.2. sowie als
freier Mitarbeiter bei der Firma 'competent.consulting' im Bereich
Broadcast-Infrastrukturen tätig.
Michael Schmid studierte Publizistik und Kommunikationswissen-
schaften an der Freien Universität Berlin und an der Technischen
Universität Berlin. 2009 promovierte er an der Freien Universität
Berlin zum Thema 'Frequenzeffizienz'.
Dr. André Wiegand - Jahrgang 1972 – ist seit März 2008
zweiter Geschäftsführer der Goldmedia GmbH Media Consulting
und Research. Zuvor war er Akademieleiter der Deutschen Presse-
akademie. In den Jahren 2001 bis 2006 war er bereits als Consultant
und zuletzt als Senior-Consultant für Goldmedia tätig.
André Wiegand ist Autor verschiedener Studien und Publikationen
in den Bereichen digitales und interaktives Fernsehen, T-Commerce,
IPTV sowie lokaler und regionaler Rundfunk.
Im Jahr 2004 promovierte der gelernte Bankkaufmann an der Freien
Universität Berlin, an der er von 1997 bis 2001 Publizistik, BWL und
Psychologie studierte.
Parallel dazu war er mehrjährig als freier PR-Berater tätig.