Seit 2005 'verfolgt' der Digitalisierungsbericht der Landesmedien-
anstalten die digitale Entwicklung in Deutschland und konnte dabei
über die Jahre einen stetig wachsenden Digitalisierungsgrad fest-
stellen.
Auch dieses Jahr ist dieser Trend überdeutlich:
Über 61 Prozent der Fernsehhaushalte in Deutschland verfügen über
einen digitalen Zugang, zwei der vier Übertragungswege, DVB-T und
DSL-TV, sind vollständig digital, für Satellit ist der komplette Übergang
mit dem Projekt 'klardigital 2012' in zwei Jahren anvisiert und auch
das Kabel digitalisiert stetig weiter.
Die steigende Attraktivität von digitalem Fernsehen hängt sicher
auch mit der besseren Bildqualität des HDTV und bedienerfreund-
licheren Flat-screens mit integriertem Receiver zusammen, die einen
deutlichen Mehrwert für den Nutzer darstellen.
Neben dem Übergang von analog zu digital gibt es eine zweite
Entwicklung in der Digitalisierung, die große Aufmerksamkeit
verdient: die Konvergenz von Rundfunk und Internet. Die Möglich-
keiten dieser Entwicklung stellen nicht nur die Regulierer vor eine
große Herausforderung, sondern auch Netzanbieter, Plattformen,
Gerätehersteller, Inhalteanbieter und nicht zuletzt die Nutzer.
Das geschlossene System des Rundfunks und die offene Welt
des Internets; was geschieht mit diesen ursprünglich unterschied-
lichen, jetzt aber konvergierenden Systemen ? Das entstehende
Internetfernsehen – hat es Auswirkungen auf die Mediennutzung
des Zuschauers ?
Der Digitalisierungsbericht 2010 beschreibt und analysiert diese
aktuellen Entwicklungen und bietet weiterhin die bewährten Daten
und Fakten zum Stand der Digitalisierung.
Aus dem Inhalt:
Vorwort Thomas Langheinrich Vorsitzender der Kommission für
Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten und
Dr. Hans Hege Beauftragter für Plattformregulierung und
Digitalen Zugang der ZAK
Rundfunk im Zeichen des Internets Strukturen und Akteure im Wandel
Dr. Hans Hege Plattformen 2.0: Die Plattformen des Rundfunks treffen auf die
des Internets
Prof. Dr. Hubertus Gersdorf Netzneutralität: Landesrechtliche Plattformregulierung als
Referenzmodell ?
Dr. Gerd Bauer Was lange währt - Digitalradio vor dem (Neu-) Start ?
Daten und Fakten zur Digitalisierung im deutschen Fernsehmarkt
Andreas Hamann Aktueller Stand der Digitalisierung in den deutschen
TV-Haushalten Juni 2010
Johannes Kors Online-Sehen: Reichweite und Akzeptanz von Web-TV
Mario Hubert Digitalisierung in Europa schreitet weiter voran
Methodik
Aufgaben der Landesmedienanstalten bei der Plattformregulierung
und der Sicherung des digitalen Zugangs
Die Autoren: Dr. Gerd Bauer ist Direktor der Landesmedienanstalt Saarland
und Hörfunkbeauftragter der DLM
Prof. Dr. Hubertus Gersdorf ist Lehrstuhlinhaber an der
Gerd Bucerius-Stiftungsprofessur für Kommunikationsrecht an der
Universität Rostock und sachverständiges Mitglied der vom
Deutschen Bundestag eingesetzten Enquete-Kommission Internet
und digitale Gesellschaft
Andreas Hamann ist Leiter der gemeinsamen Geschäftsstelle
der ALM
Dr. Hans Hege ist Beauftragter für Plattformregulierung und
Digitaler Zugang der ZAK und Direktor der Medienanstalt Berlin-
Brandenburg
Mario Hubert arbeitet seit 2007 für den Satellitenbetreiber
SES ASTRA in Luxemburg im Bereich Marktentwicklung, welcher
auch die Marktforschung umfasst
Johannes Kors ist stellvertretender Geschäftsführer der
Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und
Geschäftsführer der Medientage München GmbH