Zur Rolle von Web 2.0 - Angeboten
im Alltag von Jugendlichen und
jungen Erwachsenen
Schriftenreihe Medienforschung der
LfM Landesanstalt für Medien
Nordrhein-Westfalen (Hrsg.)
Band 62
Jan-Hinrik Schmidt, Uwe Hasebrink
und Ingrid Paus-Hasebrink (Hrsg.)
364 Seiten, 84 Abb./Tab.,
DIN A5, 2009
Das Internet gehört für Jugendliche und junge Erwachsene zum Alltag.
Mit Hilfe von Netzwerkplattformen oder via Instant Messaging pflegen
sie Selbstpräsentationen und Beziehungen in erweiterten sozialen
Netzwerken; auf Videoportalen finden sie Unterhaltung und Ablenkung
und in Wikipedia informieren sie sich über relevante Themen.
Die onlinebasierten Kommunikationsräume werden zur Bewältigung
von Entwicklungsaufgaben im Lebensverlauf genutzt, erfordern aber
auch eigene Kompetenzen im Umgang mit den neuen Öffentlichkeiten.
Diese LfM-Studie gibt Aufschluss darüber, was Jugendliche und
junge Erwachsene über die neuen Kommunikationsmöglichkeiten
denken, wie sie diese alltäglich nutzen und wie sich der Umgang je
nach Alter, Geschlecht und sozialem Kontext unterscheidet.
Neben unproblematischen und kreativen Nutzungsweisen verdeut-
lichen die repräsentative Befragung und die qualitativen Gruppen-
diskussionen, dass viele Jugendliche bereits Bekanntschaft mit
Mobbing im Netz gemacht haben. Zudem bestehen weitere Probleme
darin, dass sie für die Veröffentlichung von Daten zu wenig sensi-
bilisiert sind und die Langlebigkeit von Daten, die einmal online
eingestellt wurden, unterschätzen.
Die Befunde der Studie bekräftigen, dass die Anbieter insbesondere
von sozialen Netzwerken ihre Verantwortung deutlicher wahrnehmen
müssen. Der Nutzer braucht eine größtmögliche Transparenz über die
Geschäftsbedingungen und bessere Vorkehrungen zum Datenschutz.
Aber auch den Eltern, der Schule und weiteren pädagogischen Ak-
teuren stellt sich die Aufgabe, die Heranwachsenden einerseits für die
Risiken zu sensibilisieren, sie andererseits aber auch dahingehend zu
unterstützen, die Potenziale des Social Web für die eigenen Bedürf-
nisse besser nutzen zu können.
'Heranwachsen mit dem Social Web' soll Grundlage für eine sachliche
Auseinandersetzung mit diesem alltäglichen Bestandteil der jugend-
lichen Medienkultur sein sowie Anregungen für mögliche zu ergrei-
fende Maßnahmen bieten.
Aus dem Inhalt:
Vorwort Prof.Dr. Norbert Schneider, Direktor der LfM und
Frauke Gerlach, Vorsitzende der Medienkommission der LfM
Zur Erforschung der Rolle des Social Web im Alltag von
Heranwachsenden Hinführung zum Thema
Heranwachsen im Kontext sozialer Wandlungsprozesse
Der Umgang mit dem Social Web
Zum Stand der Forschung
Leitfragen und Aufbau der Studie
Vorgehen bei den empirischen Untersuchungsschritten Angebotsanalysen
Qualitative Untersuchungsschritte
Repräsentativbefragung
Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Untersuchungschritten
Das Social Web als Ensemble von Kommunikationsdiensten Web 2.0 und Social Web
Gängige Social Web-Angebote
Angebotsübergreifende Funktionalitäten
Fazit
Die Social Web-Nutzung Jugendlicher und junger Erwachsener:
Nutzungsmuster, Vorlieben und Einstellungen Der Rahmen: Nutzung des Internets
Nutzung konkreter Social Web-Angebote
Nutzung von Netzwerkplattformen
Fazit zur Nutzung von Social Web-Angeboten
Social Web im Alltag von Jugendlichen und jungen
Erwachsenen: Soziale Kontexte und Handlungstypen Zur Rolle soziodemographischer Merkmale für die Social Web-Nutzung:
Ergebnisse der Repräsentativbefragung
Zur Bedeutung sozial-ökologischer Aspekte im Umgang mit dem
Social Web: Ergebnisse der Gruppendiskussionen
Zum Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement mit
dem Social Web: die individuellen Perspektiven
Ausgewählte Angebote des Social Web Netzwerkplattformen
Instant Messaging
Videoplattformen
Wikipedia
Das Social Web im Kontext übergreifender Medienrepertoires Das Social Web im Kontext medienübergreifender Repertoires öffent-
licher Kommunikation
Das Social Web im Kontext anderer Hilfsmittel zur interpersonalen
Kommunikation
Fazit
Entwicklungsaufgaben im Social Web Selbstauseinandersetzung im Social Web
Sozialauseinandersetzung im Social Web
Sachauseinandersetzung im Social Web
Jugendliche und Social Web – Fazit und Handlungsbereiche Angebotsbezogene Risiken und riskante Verhaltensweisen
Partizipation und Mitbestimmung im Social Web
Medienkompetenzförderung im Social Web
Transparenz und Verbraucherschutz
Social Web aus rechtlicher Perspektive
Literatur- Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Anhang Screening-Fragebogen für die qualitative Teilstudie
Leitfäden für die Gruppendiskussionen und Einzelinterviews
Codesystem
Fragebogen