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| 'How are you, Mr. President ?' |
Nachrichtenarbeit, Berufswirklichkeit
und Produktionsmanagement an
Korrespondentenplätzen deutscher
Medien in den USA
Arbeitsbuch für Medienpraxis und
Forschung
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Gerd G. Kopper (Hrsg.)
Informationskultur in Europa,
Band 5
182 S., 7 Abb., 23 x 16 cm, 2006
ISBN 3-89158-442-3
ISBN 978-389158-442-2
EURO 26,- (D)
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Der Titel 'How are you, Mr. President?' ist eine bitter ironische
Zusammenfassung der Ergebnisse der Studien zur Situation der
deutschen Medienkorrespondenten am Regierungssitz der USA.
Weder gelangen sie je in Grußnähe eines US-Präsidenten, noch
haben sie überhaupt Zutritt zu den üblichen Nachrichtenquellen
des aktuellen Journalismus, zu Regierungsmitgliedern, Senatoren,
Abgeordneten, leitenden Beamten.
Die Projektergebnisse zeigen, in welchem Maße die USA-Bericht-
erstattung nach Deutschland Journalismus aus zweiter Hand ist.
Dargestellt wird auch, wie wenig dies Schuld der dort arbeitenden
Journalisten ist. Über Jahrzehnte haben sich Routinen der täglichen
Berichterstattung eingespielt, über die in den Medienunternehmen
nicht nachgedacht wird. Eine reflektierte Konzeption der Bericht-
erstattung von diesem für Deutschland besonders wichtigen
Nachrichtenplatz fehlt.
Anders als in der bisherigen Forschungstradition zum Amerikabild
bauen die hier vorgelegten Projektergebnisse nicht auf Inhalts-
analysen, sondern auf Struktur- und Produktionsanalysen auf.
Die atemberaubende Mängellage der US-Berichterstattung wird
hier zum ersten Mal fachlich transparent gemacht und als unter-
gründiges Strukturproblem der US-Deutschland-Beziehungen in
die öffentliche Debatte gebracht und problematisiert.
Dieses Buch beinhaltet, neben Expertenbeiträgen, die Ergebnisse
aus Untersuchungen, die über einen Zeitraum von mehreren
Jahren initiiert und in einem Gemeinschaftsprojekt von deutschen
und US-Forschern 2004 - 2006 im Rahmen eines TransCoop-
Programms der Alexander von Humboldt-Stiftung verdichtet und
zusammengeführt wurden.
Die zentralen Ergebnisse dieser Forschung beruhen auf einer
strukturanalytischen Methodik, die am Centre for Advanced Study
in International Journalism (in seiner Dortmunder Arbeitsphase
1996-2006) auf der Grundlage transdiziplinärer Ansätze zum
Verständnis 'Journalistischer Kulturen', vorangetrieben wurde.
Aus dem Inhalt:
Gerd G. Kopper
Vorwort
Gerd G. Kopper
Einführung: Das Korrespondenten-Projekt, seine Hintergründe
und Ziele
Gerd G. Kopper
Korrespondententätigkeit, US-Amerika-Bild und US-Amerika-
Berichterstattung;
Analyse und Handlungshinweise
Gerd G. Kopper, Lisa Seiler
Der Arbeitsplatz von US-Korrespondenten für deutsche Medien;
Ermittlungsschritte
Gerd G. Kopper
Europäische US-Korrespondenten: Strukturprobleme
Pia Nitz, Sonja Stamm, Julia Lönnendonker
Arbeitstätigkeit von deutschen und US-Korrespondenten
Jürgen Wilke
Bemerkungen zur Theorie und Praxis der Auslandsberichterstattung
Gerd G. Kopper
Work of German Foreign Correspondents in the USA and Internet
Based Rationalisation Options.
A Case Study at Washington, D.C.
Zusammenfassung der Hauptergebnisse des Projekts
Anhang:
Questions and Plans in Preparation of the Focused Analysis Group
and Expert Workshop
Literaturverzeichnis zum Projekt und für alle Beiträge
Projektbeteiligte, Partner des Fokus-Tages der US-Korrespondenten
Die Autoren:
Kopper, Gerd G., geb.1941, wurde nach Erststudium
(u.a.: Geschichte und Rechtswissenschaft) in Berlin in den USA
zum Journalisten ausgebildet. 1965 M. A., Bloomington University,
Bloomington, Ind. Dr. phil. 1967 FU Berlin. Consultant der OECD,
Paris.
Korrespondententätigkeit in Tokio sowie Mitarbeit im Deutschen
Programm des NHK. Nach Beratertätigkeit für Industrie und Politik
ab 1978 auf den Lehrstuhl für Strukturfragen der Massenmedien
(Medienpolitik, Medienökonomie, Medienrecht) im neuen Studiengang
Journalistik der Universität Dortmund berufen.
Zahlreiche Ehrenämter im Bereich des europäischen Journalismus
(EJTA, EJC usw.). Gründungsdirektor des Erich-Brost-Instituts für
Journalismus in Europa (1991 bis 2006). Initiator und Leiter (seit 1996)
des Centre for Adanced Study in International Journalism (CAS).
Projektleiter des Dortmunder US-Korrespondentenprojekts sowie des
deutsch-US-amerikanischen TransCoop-Projektes. Initiator und Leiter
des europäischen Forschungskonsortiums: Adequate Information
Management in Europe (AIM), das wissenschaftliche Einrichtungen in
elf Ländern umfasst.
Lönnendonker, Julia, geb. 1977, wissenschaftliche Mitarbeiterin
am Erich-Brost-Institut und am Institut für Journalistik der Universität
Dortmund. Sie ist Koordinatorin des EU-geförderten Forschungs-
projekt 'Adequate Information Management in Europe' (AIM), das
Forschungsinstitute in elf EU-Ländern umfasst. Außerdem koordinierte
sie das internationale Forschungsprojekt 'Transatlantic News Cultures:
Reporting the USA in Europe and Europe in the USA' in Kooperation
mit der Universität Oklahoma, USA. Sie ist Dipl.- Geographin
(Univ. Bonn) und graduierte als M. A. für Print and Multimedia
Journalism am Emerson College, Boston, USA, 2002.
Nitz, Pia, geb. 1977, studierte Journalistik, Englisch und Politik
in Dortmund und Madrid. Sie volontierte bei den Aachener Nachrichten
(2001/2002) und absolvierte während ihrer Studienzeit Praktika bei
WDR2, dpa, Inforadio (RBB) und 17.30/Sat.1.
Seit April 2006 arbeitet sie als Forschungsstipendiatin für das
Projekt 'Adequate Information Management' (AIM) am Erich-Brost-
Institut für Journalismus in Europa und außerdem als freie Journalistin
für die Welt Kompakt und als Redaktions-Assistentin bei WDR2.
Seiler, Lisa, geb. 1980, seit 2000 Studium der Journalistik an
der Universität Dortmund (Nebenfach Politikwissenschaften), 2002
bis 2003 Volontariat bei der Neuen Westfälischen Zeitung (NW) in
Bielefeld, 2005 Auslandssemester am JMK (Institutionen för journalistik,
medier och kommunikation) in Stockholm, Praktika bei der Saarbrücker
Zeitung und bei WDR 2. Seit Februar 2006 Assistenz am Erich-Brost-
Institut in Dortmund. Sie arbeitet außerdem als freie Journalistin für
den Remscheider General-Anzeiger.
Stamm, Sonja, geb. 1978, volontierte beim Westfalen-Blatt in
Bielefeld. Anschließend studierte sie in Dortmund Journalistik und
Anglistik/Amerikanistik, blieb weiterhin freie Mitarbeiterin beim
Westfalen-Blatt, absolvierte Praktika bei dpa in Münster und Dortmund
und beim ZDF in Mainz und Düsseldorf. Sie studierte ein Semester am
Newman College of Higher Education in Birmingham/England danach
Assistenztätigkeit am Erich-Brost-Institut für Journalistik in Dortmund.
Im Rahmen ihrer Diplomarbeit untersuchte sie die Arbeitsvoraus-
setzungen und das berufliche Selbstverständnis deutscher Korres-
pondenten am Nachrichtenplatz Washington, D.C.
Jürgen Wilke, geb. 1943, studierte Germanistik, Publizistik und
Kunstgeschichte in Mainz und Münster, 1971 folgte die Promotion
zum Dr. phil. und 1983 die Habilitation an der Universität Mainz.
Er war 1984 bis 1988 Inhaber des Lehrstuhls Journalistik I der
Katholischen Universität Eichstätt und ist seit 1988 Professor für
Publizistik an der Universität Mainz. An der Universität Seattle,
Washington, USA, war er 1993 und 1999 Visiting Scholar, ferner
Gastprofessor am Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik
der Lomonossow-Universität, Moskau (seit 1995, 2004 Prof. h.c.)
sowie an der Universität Lugano (seit 2001). Er ist seit 2005
Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften. Die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungs-
arbeit auch im Sektor der Nachrichtenagenturen brachte er in die
Expertenrunde ein.
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