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Konrad Wolf
Werk und Wirkung
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Michael Wedel und
Elke Schieber (Hrsg.)
BFF-Band 63
284 Seiten, 25 Abb./Tab.,
DIN A5, 2009
ISBN 978-3-89158-500-9
EURO 19,- (D)
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Aus Anlass des 80. Geburtstags von Konrad Wolf hat die Hochschule
für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg, die bis heute den
Namen des 1982 verstorbenen Regisseurs trägt, unter dem Titel
'Konrad Wolf, Deutschland und Europa' im Oktober 2005 ein wissen-
schaftliches Symposium mit Beiträgen international renommierter
Film- und Kulturwissenschaftler veranstaltet.
In Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam war das Symposium
eingebettet in eine umfassende Werkschau mit Einführungsvorträgen
und Diskussionsrunden sowie begleitet von einer Ausstellung selten
gezeigter Werkfotos.
Der vorliegende Band dokumentiert die im Rahmen des Symposiums
gehaltenen Vorträge. Hinzu genommen wurden weitere Aufsätze,
die das Spektrum der Ansätze und Analysen um einige zentrale
Facetten ergänzen.
Im Mittelpunkt der Beschäftigung mit den Filmen und Schriften Wolfs
stehen dabei Aspekte des ästhetischen und kulturellen Selbstver-
ständnisses im internationalen Kontext, der institutionellen Ver-
flechtung jenseits der DEFA und des aktuellen öffentlichen Umgangs
mit dem Erbe Konrad Wolfs im Zeichen einer unvermeidlich ein-
setzenden und fortschreitenden Historisierung.
Aus dem Inhalt:
Michael Wedel
Vorwort
Überlieferung und Aktualität
Elke Schieber
Verteidigung der Erfahrung. Einführende Worte zum Projekt
'Konrad Wolf, Deutschland und Europa'
Torsten Musial
Das Konrad-Wolf-Archiv in der Akademie der Künste
Thomas Elsaesser und Michael Wedel
Einblick von Außen? Die DEFA, Konrad Wolf und die internationale Filmgeschichte
Geschichtsentwürfe und Gesellschaftsbilder
Peter Wuss
Filmische Erzählstrategien im Dienste der Glaubwürdigkeit.
Über unterschiedliche narrative Verfahren im Werk Konrad Wolfs
Thomas Elsaesser
Vergebliche Rettung. Geschichte als Palimpsest in STERNE
Katrin Sell
Die Frau zwischen Privatem und Politischem.
Konrad Wolfs Entwurf einer 'werdenden Heldin' in
DER GETEILTE HIMMEL
Barton Byg
'The Sense of an Ending'.
Ein Rückblick auf die Analysen des Zweiten Weltkriegs in drei Filmen
der Jahre 1965 bis 1967
Larson Powell
Gattung, Geschichte, Nation.
Konrad Wolfs ICH WAR NEUNZEHN
Tobias Ebbrecht
Die Unruhe des Künstlers.
Kunst, Erinnerung und Geschichte in DER NACKTE MANN AUF
DEM SPORTPLATZ
Dieter Wiedemann und Falk Tennert
DER KLEINE PRINZ – ein filmischer Versuch über das Kindsein?
Ute Holl
Mediale Historiografie. Zu Konrad Wolfs Projekt BUSCH SINGT
Einflüsse und Wechselwirkungen
Matthias Braun
Konrad Wolf – legendärer Präsident der Akademie der Künste der
DDR zwischen 'Kahlschlag'-Plenum und 'Berliner Begegnung'
Wolfgang Mühl-Benninghaus
'Konrad, der macht sich einen Kopf für zwei Völker und zwei Staaten'.
Zur Publizistik von Konrad Wolf
Daniela Berghahn
Frauen als Allegorien nationaler Geschichte in Alexander Askoldows
DIE KOMMISSARIN und Konrad Wolfs DER GETEILTE HIMMEL
Helmut Pflügl
Goya im Film.
Leben und Werk des Malers in den Goya-Filmen von Konrad Wolf
und Carlos Saura
Raimund Fritz
Konrad Wolfs Filme in Österreich
Die Autoren:
Daniela Berghahn, Dr. phil., lehrt deutsche Sprache und Kultur
sowie Filmwissenschaft an der Oxford Brookes University.
Ihre Aufsätze zum deutschen Film in Ost und West sind in zahlreichen internationalen Sammelbänden und Fachzeitschriften erschienen.
Zu ihren Buchpublikationen als Autorin und Herausgeberin zählen
Unity and Diversity in the New Europe (2000) und
Millennial Essays on Film and Other German Studies
(2002). Ihre neueste Monografie Hollywood behind the Wall.
The Cinema of East Germany (2005) stellt die erste
repräsentative Darstellung der ostdeutschen Filmkultur von 1946
bis in die Gegenwart dar.
Aktuell ist sie Leiterin einer Forschungsgruppe zum Thema 'Migrant
and Diasporic Cinema in Contemporary Europe' im Rahmen eines
vom Arts and Humanities Research Council geförderten Forschungs-
projekts.
Matthias Braun, Dr. phil., war nach dem Studium der Theologie,
Theater- und Literaturwissenschaft Bühnenarbeiter am Berliner
Ensemble und Mitarbeiter im Bertolt-Brecht-Archiv der Akademie der
Künste Berlin (Ost). Seit 1992 Wissenschaftler in der 'Birthler'-
Behörde (BStU) mit dem Arbeitsschwerpunkt Wirkungsweise des
MfS im Kulturbereich.
Redakteur der wissenschaftlichen Reihe der BStU. Lehraufträge an
Berliner Universitäten. Veröffentlichungen zur DDR-Kulturpolitik und
deutschen Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts, u.a.: Drama
um eine Komödie (1996); Die Literaturzeitschrift 'Sinn und
Form'. Ein ungeliebtes Aushängeschild der SED-Kulturpolitik
(2004); Kulturinsel und Machtinstrument. Die Akademie der Künste,
die Partei und die Staatssicherheit (2007).
Barton Byg, Dr. phil., ist Professor für Filmwissenschaft und
Germanistik an der Universität von Massachusetts, Gründungsmitglied
des dortigen interdisziplinären filmwissenschaftlichen Studienpro-
gramms. Seit 1993 Gründungsdirektor der DEFA Film Library in
Amherst. 1988/89 Fulbright Research Fellow an der Humboldt-
Universität zu Berlin und der HFF Potsdam-Babelsberg.
Zahlreiche Veröffentlichungen zum deutschen Film. Autor der
Monografie Landscapes of Resistance. The German Films of
Danièle Huillet and Jean-Marie Straub (1995). Aktuelle
Forschungsinteressen gelten dem Verhältnis von Geschichte und
Film, Literaturverfilmungen, Film und moderner Kunst im Kalten Krieg,
dem Filmgenre der Langzeitdokumentation und dem so genannten
'Reality TV'.
Tobias Ebbrecht ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter für
Mediengeschichte an der Hochschule für Film und Fernsehen
'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg und promoviert zu Stereo-
typenbildung in Filmen über Holocaust und Nationalsozialismus.
Zahlreiche Aufsätze in internationalen Sammelbänden und Fach-
zeitschriften, zuletzt: 'History,Public Memory and Media Event'
in: S. Nicholas, T. O’Malley, K. Williams (Hg.): Reconstructing
the Past (2008). Zusammen mit Thomas Schick ist er Heraus-
geber des BFF-Bandes 62 Empathie – Emotion – Figur.
Spielformen der Filmwahrnehmung (2008).
Thomas Elsaesser, Dr. phil., Professor em. für Filmwissen-
schaft am Institut für Kunst und Kultur der Universität Amsterdam.
Zurzeit Lehrtätigkeit in den USA.
Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen gehören: New
German Cinema. A History (1989; dt.: Der neue deutsche
Film. Von den Anfängen bis zu den neunziger Jahren, 1994);
Fassbinder’s Germany. History, Identity, Subject (1996; dt.:
Rainer Werner Fassbinder, 2001), Das Weimarer Kino –
aufgeklärt und doppelbödig (1999); Metropolis (2000);
Filmgeschichte und frühes Kino. Archäologie eines Medien-
wandels (2002); Studying Contemporary American Film
(zus. m. Warren Buckland, 2002); Harun Farocki. Working on
the Sight-Lines (Hg., 2004), European Cinema. Face to Face
with Hollywood (2005); Terror und Trauma. Zur Gewalt
des Vergangenen in der BRD (2006); Filmtheorie zur
Einführung (zus. m. Malte Hagener, 2007).
Raimund Fritz studierte Theaterwissenschaft sowie Publi-
zistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien.
Diplomarbeit über den österreichischen Regisseur Harald Reinl.
Redakteur und Gestalter von über 150 Sendungen der TV-Kino-
magazine TRAILER, TRAILER-MAKING-OF und TRAILER-SPEZIAL
beim Stadtfernsehen 'Wien 1'(1997-1999). Mitarbeiter im Filmarchiv
Austria und Leiter des Wiener Metro-Kinos. Hier auch tätig als
Kurator von Filmschauen und Retrospektiven u.a. zum DEFA-Kino
1946-1992, zu Fritz Lang, Marlene Dietrich, Laurel & Hardy, Klaus
Kinski, Kino Alpin, Österreichern bei der DEFA, Maximilian Schell,
Maria Schell, Oskar Werner und Konrad Wolf. Außerdem Kurator
der Wander-Plakat-Ausstellung 'Kampf um die Köpfe – Treffer ins
Herz. Filmplakate von Westproduktionen in der BRD und DDR im
Vergleich'.
Publikationen als Autor und Herausgeber: Der Tod im Western-
Kino 1962-1968 (1998); Der geteilte Himmel – Höhepunkte
des DEFA-Kinos 1946-1992, Bd. 2 (2001); Oskar Werner –
Das Filmbuch (2002); Regie: Harald Reinl (2006).
Ute Holl, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der
Humboldt-Universität zu Berlin. Sie macht eigene Filmprojekte und
arbeitet zur Wahrnehmungsgeschichte des Kinos und zum ethno-
grafischen, experimentellen und wissenschaftlichen Film.
Autorin von Kino, Trance und Kybernetik (2002).
Mitherausgeberin von Choreographie für eine Kamera. Maya
Derens Schriften zum Film (mit Jutta Hercher, 1995) und
Suchbilder. Visuelle Kultur zwischen Algorithmen und Archiven
(mit Wolfgang Ernst und Stefan Heidenreich, 2003).
Zurzeit Vertretung der Professur für Medienphilosophie an der
Bauhaus-Universität Weimar.
Wolfgang Mühl-Benninghaus, Dr. phil., ist Professor für
Film- und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu
Berlin. Arbeitet an einer Wirtschaftsgeschichte des deutschen
Films.
Buchpublikationen als Autor: Das Ringen um den Tonfilm.
Strategien der Elektro- und Filmindustrie in den 20er und 30er
Jahren (1999); Vom Augusterlebnis zur Ufa-Gründung.
Der deutsche Film im I. Weltkrieg (2004).
Torsten Musial, Dr. phil. 1986–90 Studium der Geschichte
und Archivwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Seit 1996 Leiter des Filmarchivs der Akademie der Künste.
Im Oktober 2005 zusammen mit Kornelia Knospe Herausgeber
eines Bandes über Konrad Wolf im Rahmen der Schriftenreihe
'Archiv-Blätter' (Nr. 14) der Akademie der Künste.
Helmut Pflügl studierte Anglistik und Germanistik in Wien.
Seit 1979 Mitarbeiter im Filmarchiv Austria. Seit 1989 Kurator für
Filmretrospektiven über Osteuropa, Balkan- und Mittelmeerländer,
Orient, Indien, Lateinamerika und zum Thema Fußball im Film. Buchpublikationen: Mein 20. Jahrhundert. Der Traum vom
Glück (1999); Der geteilte Himmel – Höhepunkte des DEFA-
Kinos 1946-1992, Bd. 1 (2001).
Larson Powell, Dr. phil., ist Assistant Professor for
German am Department for Foreign Languages und Literatures
der University of Missouri in Kansas City. Zu seinen Forschungs-
gebieten gehören Psychoanalyse, Systemtheorie und Kritische
Theorie sowie das Wechselverhältnis zwischen Literatur, Musik
und Film (und hier insbesondere die Bereiche des DEFA-Films
und der Filmmusik).
2008 ist seine Monografie The Technological Unconscious
in German Modernist Literature. Nature in Rilke, Benn, Brecht,
and Döblin erschienen.
Elke Schieber war von 1990 bis 2007 Leiterin der Sammlung
des Filmmuseum Potsdam. Sie arbeitete zuvor als freie Regieassis-
tentin für das DEFA-Dokumentarfilmstudio und machte 1980 ihr
Diplom als Film- und Fernsehwissenschaftlerin an der Hochschule
für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.
Bis 1985 Redakteurin der Monatsschrift Film und Fernsehen,
anschließend fest angestellte Dramaturgin im DEFA-Dokumentar-
filmstudio, tätig als Autorin und Regisseurin. Zahlreiche Ver-
öffentlichungen in Büchern und Filmzeitschriften. 1991-1998
Tätigkeit in Auswahlausschüssen der Filmförderung (u.a. Bundes-
ministerium des Innern, BKM).
Katrin Sell, Dr. phil., Studium der Dramaturgie an der
Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg,
ab 1999 als Filmdramaturgin und Autorin tätig, u.a. Gründung
der Filmreihe cinephil zur Förderung kultureller Filmarbeit,
Mitarbeit in Auswahlkommissionen verschiedener internationaler
Filmfestivals.
Seit 2001 fortlaufende Filmreihen zur Geschichte der DEFA und
zum europäischen Kino in 20 verschiedenen Kulturzentren, eben-
falls ab 2001 Autorin und Dramaturgin für Kinder- und Jugend-
bühnen. 2006 Kuratorin der Filmreihe '60 Jahre DEFA – das
andere deutsche Kino' in Zusammenarbeit mit der DEFA-Stiftung.
2008 Promotion mit einer Arbeit zum Thema 'Frauenbilder im
DEFA-Gegenwartsfilm. Exemplarische Untersuchungen zur filmi-
schen Darstellung der Figur der Frau im DEFA-Film der Jahre
1949-1970'.
Falk Tennert, Dr. phil., Studium der Kommunikations-
wissenschaft und Linguistik, Promotion 2006. 2001-2005
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Film und
Fernsehen 'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg. 2006-2008
Projektleiter für Medien-Analysen bei AUSSCHNITT Medienbeob-
achtung in Berlin.
Ab Oktober 2008 Vertretungs-Professur für Kommunikations-
theorie und Kommunikationspsychologie am Fachbereich
Wirtschaftswissenschaften II der FHTW Berlin.
Michael Wedel, Dr. phil., ist Assistenz-Prof. für Geschichte
und Theorie der Medien und Kultur an der Universität von
Amsterdam.
Von 2001 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Studiengang
AV-Medienwissenschaft der Hochschule für Film und Fernsehen
'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg. Autor der Monografien
Der deutsche Musikfilm. Archäologie eines Genres 1914-1945
(2007) und Kolportage, Kitsch und Können. Das Kino des
Richard Eichberg (2007), Mitautor des Buches Die 'Herr
der Ringe'-Trilogie. Attraktion und Faszination eines populär-
kulturellen Phänomens (2007) und Mitherausgeber der
Sammelbände Kino der Kaiserzeit. Zwischen Tradition und
Moderne (2002),
Die Spur durch den Spiegel. Der Film in der Kultur der
Moderne (2004) sowie Rudolf Kurtz. Essayist und
Kritiker (2007).
Dieter Wiedemann, Dr. phil., Professor für Medien-
wissenschaft, ist Präsident der Hochschule für Film und
Fernsehen 'Konrad Wolf' in Potsdam-Babelsberg.
Bis 2007 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik
und Kommunikationskultur e.V. (GMK), Potsdam. Seit 2008
Mitglied des Beirats der GMK, Mitglied des Kuratoriums der GMK
und der Akademischen Stiftung JinMyungJungJin in Seoul.
Vorsitzender des Kuratoriums 'Goldener Spatz' und Mitglied des
Kuratoriums der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF).
Zuletzt mit Jürgen Lauffer Herausgeber des Sammelbandes
Die medialisierte Gesellschaft. Beiträge zur Rolle der Medien
in der Demokratie (2003).
Peter Wuss, Dr. phil., ist Professor em. für Filmgeschichte
an der Hochschule für Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' in
Potsdam-Babelsberg. Buchpublikationen u.a.: Die Tiefen-
struktur des Filmkunstwerks (1986), Kunstwert des
Films und Massencharakter des Mediums. Konspekte zu einer
Geschichte der Theorie des Spielfilms (1990), Filmanalyse
und Psychologie 1993, 2. Aufl. 1999).
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