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Nur ein Mausklick
bis zum Grauen . . .
Jugend und Medien
Nur ein Mausklick
bis zum Grauen . . .
Medienanstalt
Sachsen-Anhalt (Hrsg.)
MSA-Band 7
Rainer Richard und
Beate Krafft-Schöning
220 Seiten, 36 farb. Abbildungen,
DIN A5, 2007

ISBN 978-3-89158-451-4

EURO 12,- (D)

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Das Internet entwickelt sich für Kinder und Jugendliche zunehmend
zu einem wichtigen Leitmedium, das eine kaum noch überschaubare
Fülle von Inhalten bietet. Ob es sich um Bilder, Filme, Musik oder
Spiele handelt – kein anderes Medium verfügt über ein derart weit
gefächertes Angebot. Mit einem einzigen Klick können Kinder und
Jugendliche Teil eines weltweiten Netzes werden und Datenmaterial
in nahezu unbegrenzter Menge nutzen.
'Nur ein Mausklick bis zum Grauen' berichtet über die Schattenseiten
des Umgangs von Kindern mit den neuen Medien. Nach Jahren der
Recherche im Internet, Erfahrungen mit Opfern und Tätern auf unter-
schiedlichen Ebenen, der Arbeit mit Pädagogen, Eltern, Kindern und
Jugendlichen und der Betrachtung der Entwicklungen in unterschied-
lichen Bereichen ist es dringend an der Zeit, über diese Schatten-
seiten umfassend zu informieren.
'Nur ein Mausklick bis zum Grauen' soll dazu anregen, sich kritischer
als bisher mit den neuen Medien 'in Kinderhänden' auseinander zu
setzen.
Die Kernfrage lautet: Wie viel Internet, Handy, Ballerspiel und Cyber-
sex braucht ein Kind, um gesund erwachsen zu werden? Kinder und
Jugendliche haben ein Recht auf seelische und körperliche Unver-
sehrtheit. Eltern dürfen ihre Kinder in Deutschland nicht mehr körper-
lich züchtigen – per Gesetz. Die Rechte der Kinder werden in diesem
Land hoch gehandelt – im 'echten Leben'. Sobald die Kinder den
Cyberspace betreten, scheinen diese Kinderrechte ausgesetzt. Und
das leider nur zu oft, weil Erziehende kein Interesse an dieser
anderen Welt haben. Die meisten Eltern und Pädagogen verfügen
bisher über nur wenig Medienkompetenz, um tatsächlich darüber urteilen zu können, was nützlich oder schädlich ist.
'Nur ein Mausklick bis zum Grauen', klingt ziemlich reißerisch?
Oder, vielleicht doch nicht?
Die Autoren klären mit ihren authentischen Darstellungen Eltern
und Pädagogen auf!

Aus dem Inhalt:

Peter Vogt, Oberstaatsanwalt, Halle (Saale)
Vorwort

Rainer Richard, Kriminalkommisar und
Beate Krafft-Schöning, Journalistin
Vorwort der Autoren

Rainer Richard
Jugend und elektronische Medien

Einleitung

Internet-Nutzung durch Kinder und Jugendliche
Erotik und Pornografie
Verbotene Pornografie und Gewaltdarstellungen
Gewaltdarstellung, Gewaltverherrlichung und Hass
Umgang von Kindern mit Gewalt und Pornografie
Rassismus und politischer Extremismus
Sekten, Satanismus, okkulte Gruppierungen
Bomben basteln leicht gemacht ...
Suizid in der virtuellen Welt
Geschäfte im Internet
Tauschbörsen und Filesharing
Kommunikationsplattformen im Internet
Urheberrecht
Tipps für Eltern und Schulen

Computerspiele (und das Internet)
Erfahrungen und ein wenig Statistik
Wenn Computerspiele zum Problem werden
Güteprüfung von Computerspielen – seriöse Ergebnisse?
PC-Spiele – wissenschaftlich betrachtet
Resümee

Handys
Faszination Mobilfunk
Neue Phänomene
Happy Slapping
Snuff
Wie kommen die Fotos und Videos auf das Handy?
Psychische Folgen durch den falschen Einsatz von Handys
in Kinderhänden
Rechtliche Folgen
Prävention als Lösungsansatz
Tipps für Eltern und Lehrer

Medienerziehung und Medienkompetenz
Was ist Medienkompetenz?
Medienerziehung als präventiver Jugendschutz
Allgemeine Tipps zur Medienerziehung

Beate Krafft-Schöning
Kinder im Internet – Gefahren, die keiner kennt
Sexuelle Gewalt gegen Kinder im Internet

Einleitung

Wer sind die Täter?
Pädosexuell orientierte Täter
'Bungee-Pädo'
Vom ersten 'Hi’ bis zur Verabredung
Motive der unterschiedlichen Tätergruppen im Vergleich
Täterinnen
Background der Recherchen
Resümee

Die Opfer
Warum wird ein Kind Opfer sexueller Gewalt im Internet?
Fakten
'Erklärungsversuche'
Kritisch betrachtete Kinder- und Jugendchats
Resümee
Experten und Industrie
Lerneffekte?
Expertenmeinung: kontroverse Erkenntnisse
Alleine im Internet – Kinder überfordert?
Betrachtungen zur (Selbst-)Schuldfrage des Opfers

Prävention
Praxiserfahrung ist gefragt
'Get in and find out' – Anleitung Praxistest
Fragenkatalog für Eltern, deren Kinder bereits mit dem
Internet 'arbeiten'
Erweiterter Fragenkatalog für Eltern, deren Kinder noch keine
Interneterfahrungen haben
Fragenkatalog für Schulen
Resümee Praxistest
Was ist zu tun, wenn 'was passiert ist'?
Bewusstsein schaffen
Allgemeine Tipps und Kniffe

Nachtrag
Second Life

Nachschlag

Die Autoren:
Beate Krafft-Schöning (41), Journalistin und Gründerin
der Initiative NetKids recherchiert seit dem Jahr 2000 im
Internet zum Thema 'Sexuelle Gewalt gegen Kinder im Internet'.
Eher zufällig stieß sie, durch einen Hinweis aus dem World Wide
Web, auf die hier gegebenen Missstände. Seither bemüht sie sich
durch weitere Recherchen und Veröffentlichungen der Problematik
in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Medien (TV, Print, Hörfunk),
in Vorträgen für Eltern, Kinder, Schulung von Fachpersonal (u.a.
Lehrer, Erzieher, Polizei) und selbst entwickelten Präventionsmitteln
um Aufklärung und Prävention.

Rainer Richard (47), Kriminalhauptkommissar und IT-Sach-
verständiger beim Polizeipräsidium München. Deutschlands erster
Internet-Fahnder.
Durch die tägliche Konfrontation mit den dunklen Seiten des Internets
kristallisierte sich schon schnell das Bedürfnis heraus, Aufklärungs-
arbeit bei Eltern und Erziehungsberechtigten durchzuführen.
Seit 1996 engagiert sich der Familienvater insbesondere in seiner
Freizeit bei der Weiterbildung von Eltern und Lehrern zum Thema
Jugendmedienschutz.