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Politische Kommunikation
in Deutschland
Eine typologische Längsschnitt- analyse individueller politischer Kommunikation
Politische Kommunikation
in Deutschland
TLM Schriftenreihe der Thüringer
Landesmedienanstalt (Hrsg.)
Band 24
Angelika Füting
354 Seiten, 115 Abb./Tabellen,
DIN A5, 2014

ISBN 978-3-89158-595-5

EURO 20,- (D)

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Dieses Buch gibt einen Blick in die Vergangenheit der Online-Welt,
und zwar auf das Jahrzehnt, in dem sich das Internet in Deutschland
durchsetzte und der Anteil derjenigen, die regelmäßig das Internet nutzen, hochschnellte.
Andererseits bietet es einen Blick in die Zukunft, denn die Autorin
macht deutlich, dass sich in diesem Jahrzehnt eine Gruppe heraus-
bildet, die mit dem Netz aufgewachsen ist und die auch ihre politische
Kommunikation ganz überwiegend über das Netz vollzieht.
Die Bürger, die dieser Gruppe zuzurechnen sind, informieren sich
politisch vor allem im Netz, unterhalten sich über politische Themen
mit anderen im Netz und versuchen, über das Netz auf politische
Entscheidungen Einfluss zu nehmen, indem sie beispielsweise
Petitionen unterzeichnen oder politische Botschaften in ihren sozialen
Netzwerken weiterleiten.
Diese Gruppe, die die Autorin 'Bequeme Moderne' nennt, ist wichtig für
die Zukunft, weil sie diejenigen sein werden, von denen die Zukunft
der politischen Kommunikation stark beeinflusst sein wird, denn diese
'Digital Citizens' werden nicht in traditionelle Muster politischer Kommu-
nikation zurückfallen, sondern auf Basis ihrer Online-Erfahrungen
weiterhin vor allem über das Netz politisch kommunizieren.
Angelika Füting zeichnet ein plastisches Bild dieser Gruppe und
setzt sie deutlich ab gegen die anderen Gruppen die 'Passiven
Mainstreamer'.
Durch eine raffinierte Methodik, wird aufgezeigt, wie sich in den Jahren
2003 bis 2008 die individuelle politische Kommunikation verändert hat.
Zur Erklärung der Unterschiede und Veränderungen werden vor allem
soziodemographische Merkmale, soziopolitische Einstellungen und
Wertorientierungen herangezogen.
Ergänzt wird dies durch die Darstellung von soziostrukturellen
Ansätzen wie Wissenskluft und Digital Divide.
Die gewonnenen Erkenntnisse sind zum einen für politische Organi-
sationen und Institutionen relevant, um herkömmliche Strukturen
und Kommunikationsstrategien zu überdenken, zum anderen stellt
der angewandte methodische Ansatz einen nicht zu unterschätzenden
Wert für die politische Kommunikationsforschung dar.
Insgesamt beleuchten die Ergebnisse den Kern unseres demokra-
tischen Gesellschaftssystems in Zeiten zunehmender Chancen der
politischen Kommunikation und Partizipation.

Aus dem Inhalt:

Jochen Fasco
Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt
Vorwort

Gerhard Vowe, Martin Emmer und Jens Wolling
Einleitung

Forschungsfragen

Theoretische Grundlagen

Stand der politischen Kommunikationsforschung
Stand der politischen Partizipationsforschung
Politische Kommunikation im Internet
Aktueller Forschungsstand
Das Modell im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen

Typenbildung
Das Instrument der Typologie
Typologiearten
Typologiefunktionen
Stand der Forschung zu Typologien

Methodisches Vorgehen
Datenbasis und Variablen der Typologien
Clusteranalysen

Ergebnisse
Ausgangspunkt: Die Typologie individueller politischer
Kommunikation 2003
Veränderungen der Typen und Profile
Veränderungen in der Struktur der Kommunikationsaktivitäten
Profile der Typen im Jahresvergleich
Wanderung von Personen zwischen den Typen
Zusammenfassung der Kernergebnisse

Schlussbetrachtungen
Fazit, Ausblick

Literatur- / Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Anhang

Originalfragebögen
Ergebniss
Finale Clusterlösungen der Typologien
Bewegungsprofile auf Panelebene

Die Autorin:

Angelika Füting ist Medienwissenschaftlerin und seit Januar
2013 Referentin für Bürgermedien und Medienkompetenz der
Thüringer Landesmedienanstalt (TLM).
Sie studierte und promovierte an der Technischen Universität
Ilmenau, forschte und lehrte unter anderem an der Hochschule
Merseburg und erhielt ein Promotionsstipendium im Rahmen der
Thüringer Graduiertenförderung.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind politische Kommunikation,
Typologien und Clusteranalysen.